DAS PROJEKT

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Das Projekt kulturraum.gut.oberhofen will ökologischen Landbau mit neuen Wirtschaftsformen (Produktion und Handel) und sozialen Entwicklungsaufgaben verbinden. Es will in einer maßlos gewordenen Welt (Finanzmärkte) neue Maßstäbe setzen. Es will individuelle Verantwortung für kreative Entwicklungskonzepte fördern und Eigenständigkeit (Selbstverantwortung) mit Vergemeinschaftungsbedürfnis (sozialer Verantwortung) verbinden. Wir sehen einen Projektraum, in dem sowohl Ausbildung (Landwirtschaft, Handwerk, Gewerbe) als auch Kultur (Begegnung, Festgestaltung, Kunst), sowie ökologische Verantwortung (biologische Landwirtschaft, Naturpflege und gesunde Nahrung) und humanorientiertes wirtschaften (Veredelungsbetriebe und Handel) eine lebensgemäße Grundlage bilden. Daraus sollen sich pädagogische und therapeutische Aufgabenfelder entfalten, die dem einzelnen Menschen einen gesunden Entwicklungsraum geben. Hier geht es um die reale Gestaltung eines gesellschaftlich relevanten, sozial-ökologischen Dorfprojektes mit dem Maßstab einer praktizierten Nachhaltigkeit. Die Symbiose von Ökologie, Wirtschaft, Kultur und Bildung soll einen modernen „Lebens-Wert-Park“ hervorbringen. Es geht im Großen und Ganzen darum, ein Zusammenwirken („Assoziative“) auf gesamtgesellschaftlicher Ebene zu erreichen (Bildung und Produktion, Nachhaltigkeit und Ökonomie, individuelle Lebensführung und globale Verantwortung, Gesundheit und Pädagogik etc.). Im Zentrum der Initiative steht ein pädagogischer und volkspädagogischer Impuls mit einem umfassen Bildungskonzept. Die ideelle Grundlage für das Projekt bildet die Anthroposophie Rudolf Steiners, der sich schon vor über 100 Jahren als erster Philosoph und Geisteswissenschaftler mit Kulturimpulsen wie der biologischen Landwirtschaft, alternativen Wirtschaftsformen, sowie künstlerischen und pädagogischen Ansätzen beschäftigt hat.

das-Projekt_gruppenfotoDie Realisierung der Projektidee hat seinen Ausgangspunkt im Zusammenhang mit einem vorhandenen landwirtschaftlichen Gutshof mit Nebengebäuden, welches die Besitzerin (Frau Christel Nacke) der Kulturinitiative zur Verfügung gestellt hat. Das Gut wurde aus der Erbfolge herausgelöst und einer gemeinnützigen, anthroposophischen Initiative übertragen. Es handelt sich hier um eine landwirtschaftliche Fläche von ca. 55 ha, sowie einem Gutshaus (ca. 15 Räume mit Gastronomie), einem Wohnhaus (mit 7 Wohnungen und einem ebenerdigen Gewölbekeller), einem Hofgut mit Wohnhaus (2 Wohnungen), sowie Stallungen, Geräteschuppen und Scheunen. Hinzu kommt eine Schreinerei (ca. 400 qm, freistehend) und vorhandenes Bauland. Die Gebäude bilden den ehemaligen Dorfkern der Gemeinde Oberhofen mit nahe gelegenem Irrsee (ca. 1,5 km) in einem idyllisch gelegenen, weiten Tal mit Blick auf die Bergwelt des Mondsees (ca. 10 km entfernt). Insgesamt besteht hier eine vollarrondierte Liegenschaft, deren landwirtschaftliche Fläche direkt an das Hofgut anschließt. Es handelt sich um eine mehrere hundert Jahre alte Gebäudesubstanz, die teilweise Neugebaut bzw. saniert wurde. Zum Teil sind die Gebäude in gutem, bewohnbarem Zustand. Für die Landwirtschaft ist kein lebendes bzw. totes Inventar vorhanden, so dass hier ein umfangreicher Investitionsbedarf besteht. Frau Nacke ist es zu verdanken, dass das Objekt in dem Zustand erhalten werden konnte. Ihre langjährige Tätigkeit vor Ort hat hoffnungsvolle „Spuren“ hinterlassen und macht nunmehr eine neue Initiative möglich.

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