Bewirtschafterwechsel in der Landwirtschaft

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Wir freuen uns Lüddeckes bei uns in Oberhofen begrüßen zu dürfen!

 

 

Grüß Gott,

wir möchten uns kurz vorstellen. Wir, das sind:

Jenny und Clemens Lüddecke                  39 u. 44 Jahre alt

Benedikt, Simon und Yolanda                  11, 9 u. 7 Jahre alt

Wir Kinder gehen zur Zeit in die Waldorfschule, bzw. Kaspar-Hauser-Schule in Überlingen und können uns alle derzeit nichts Schöneres vorstellen, als später einmal Bauern zu werden, wie unsere Eltern!

Jenny ist in Oberbayern, Lkr. Mühldorf/Inn, aufgewachsen, hat nach dem Abitur eine landwirtschaftliche Ausbildung auf einem sehr vielseitigem Demeter-Hof  mit Milchziegen und -kühen, Ackerbau, Direktvermarktung, Bäckerei, Molkerei, Hofcafe´ und Kleinkunstbühne gemacht, auf dem sie nach ihrer Lehrzeit noch weitere Jahre gearbeitet hat und in allen Bereichen in unterschiedlicher Intensität tätig war. Später hat sie dann die Öko-Meisterschule in Landshut/Schönbrunn abgeschlossen.

Clemens ist in Münster/Westf. aufgewachsen, hat dort die Waldorfschule besucht und seine landwirtschaftliche Ausbildung im Sauerland und auf der Schwäbischen Alb (bei Karl Treß) auf Demeterhöfen absolviert. Nach dem Zivildienst im Naturschutz hat er die „Höhere Landbauschule für Ökolandbau“ in Kleve besucht. Er hat in Haus Hohenfried (in Bayerisch Gmain) 4 Jahre die Landwirtschaft betrieben und dort auch die „Sonderpädagogische Zusatzausbildung“ absolviert (für die Begleitung von Menschen mit Hilfebedarf im Werkstattbereich).

2005 im Herbst haben wir geheiratet und leben seitdem nach verschiedenen kürzeren Stationen nun seit Februar 2010 in der Camphill- Gemeinschaft Hermannsberg  (Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für/mit Menschen mit Behinderung) nahe Überlingen am Bodensee. Dort haben wir zusammen mit einem weiteren Landwirt und Auszubildenden die Landwirtschaft mit 30 Milchkühen und Milchverarbeitung, Gemüse, Getreidebau und Futterwirtschaft betrieben.

Nach einem schweren Arbeitsunfall vor eineinhalb Jahren von Clemens haben wir unser Leben dort noch einmal von allen Seiten beleuchtet und unter anderem festgestellt, daß wir auf Dauer ein klassisches Angestelltensein   nicht befriedigend finden, da es uns in vielerlei Hinsicht unfrei macht. Wir haben entschieden, uns noch einmal zu verändern und in Ruhe nach einem neuen Lebens- und Arbeitsort für uns zu schauen, der uns wirkliche Heimat werden kann. Um für diese Suche ausreichend Zeit zu haben, kündigten wir unsere Anstellung in der Landwirtschaft.

Seitdem ist Clemens in einem Wohnhaus in der Betreuung und Pflege tätig und Jenny in der Kräuterwerkstatt zusammen mit den Menschen mit Hilfebedarf (beides ebenfalls im Camphill Hermannsberg).

Durch Zufall erfuhren wir dann, daß hier im Kulturraum Gut Oberhofen neue Menschen für die Landwirtschaft gesucht werden und fühlten uns sofort von dem Konzept angesprochen. Für uns ist es wichtig, wieder in einer Gemeinschaft zu leben und wir haben große Lust und Energie, die Zukunft hier mitzugestalten.

Wir würden hier gerne eine Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft initiieren, in der die Menschen, die dabei mitwirken, sich möglichst vielseitig versorgen können (z. B. Gemüse, Getreide, Milchprodukte, Fleisch,…). Das gemeinsame Feiern der verschiedenen Jahresfeste gehört dabei ebenso dazu. Unser Hauptanliegen ist es, der Natur, den Tieren und allen Wesen mit größt möglicher Achtsamkeit und Respekt zu begegnen und unsere Liebe zu ihnen in unserem täglichen Handeln sichtbar werden zu lassen.