Räumlichkeiten

Wie die Natur vor der Geburt die richtige Umgebung für den physischen Menschenleib herstellt, so hat der Erzieher nach der Geburt für die richtige physische Umgebung zu sorgen. Nur diese physische Umgebung wirkt auf das Kind so, daß seine physischen Organe sich in die richtigen Formen prägen. (…) Man muss die physische Umgebung in dem denkbar weitesten Sinne nehmen.

Rudolf Steiner

 

Der Gruppenraum für die Kinder befindet sich im alten Gutshaus des Kulturraums Gut Oberhofen.

Die Kinder werden durch den hinteren Eingang (der von der Straße geschützt ist) gebracht und kommen so gleich in den großzügigen Flur zur Garderobe.

Jedes Kind hat seinen eigenen kleinen Garderobenbereich, wo sich Hausschuhe, Wechselkleidung etc. in dem eigenen Körbchen befinden. Durch den Flur geht es gleich weiter in den liebevoll gestalteten Gruppenraum, der durch die großen Fenster viel Sonne und Licht rein lässt.

Dort befindet sich eine offene Küchenzeile, an welcher täglich gearbeitet wird. Wir jausnen gemeinsam und bereiten diese selbst frisch zu. Beim Brot backen, Einkochen, Kräutersalz mischen, Früchte schneiden usw. können sich die Kinder einfinden, es gibt immer etwas zu tun. Die Tätigkeiten werden für die Kinder durchschaubar und stehen in unmittelbarem Zusammenhang zum Gruppengeschehen. Wer mag hilft einfach mit.

Ein Kernstück im Gruppenraum stellt der Jahreszeitentisch dar. Er repräsentiert das jahreszeitliche Geschehen und die dazugehörigen Jahresfeste. So ist er in zeitlichen Abständen immer neu, liebevoll gestaltet und bietet die Möglichkeit zu beobachten, einzutauchen und auch Orientierung zu geben zum Geschehen in der Natur. Zur Erntezeit ist er üppig geschmückt und führt mit warmen Farben in die Stimmung des Herbstes ein. Im Winter wacht König Winter über die kahle Schneelandschaft und im Frühling gucken die Blumenkinder hervor. Der Sommer ist farbenfroh und blumenreich. Das jahreszeitliche Geschehen ist den Kindern intuitiv zugänglich und verbindet sie mit der Erde.

Durch das unstrukturierte Spielmaterial ausschließlich aus Naturmaterialen wie Holz, Wolle, Schneckenhäuser, Tannenzapfen, Seiden-und (Baum)wolltücher haben die Kinder eine große Vielfalt ihr Spiel zu gestalten. Je unstrukturierter, echter und weniger vorgefertigt die Umgebung ist, umso mehr Möglichkeiten haben die Kinder die Phantasiefähigkeit und Sinne zu entfalten.

Um verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden, gibt es eine kleine Kuschelecke mit Baldachin und eine Werkbank an der gehämmert, genagelt und gebaut werden kann. Außerdem kleine Häuschen aus Spielständern, die als Puppenküche oder kleine Stube genutzt werden. Diese geschützten Räume geben den Kindern Hülle und Geborgenheit.Zudem steht den Kindern Material zur Verfügung, um selbst kleine Häuschen zu bauen.

Um das Gutshaus liegt ein großzügiger und eingegrenzter Außenbereich, mit allem was das Herz begehrt: eine überdachte Sandkiste, Ponys, Schafe, eine Schaukel und Wippen und ausreichend Bäume und Sträucher zum Verstecken. Wir sind bemüht eine gesunde Umgebung zu gestalten, damit ein Bewusstsein und ein respektvoller Umgang mit der Natur entstehen kann sowie die Sinne der Kinder vielfältig ausgeprägt und entfaltet werden können. So freuen wir uns über schöne Blumen, Kräuter, Obststräucher und Beete in unserem Garten, welche wir mit den Kindern gemeinsam pflegen.

Die gegenüberliegende Landwirtschaft bietet vielfältige Gelegenheiten wie das Milch holen für die Jause, das Beobachten und Füttern der Hühner und Zeigen, das Streicheln der kleinen Kälber und bestaunen der großen Pferde sowie das Erleben der bäuerlichen Tätigkeiten im Jahreslauf. Von Frühling bis Herbst bestellen und pflegen wir ein eigenes kleines Stückchen Acker. Und einmal die Woche zieht es uns in die umliegenden Wälder zu einem kleinen Wandertag.

 

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